Redaktions Center

Verschwundene Dinge Teil 3

Share

Verschwundene Dinge
(Teil 3 Eine Tüte Gemischtes…)
… Wenn das Heimweh nach Vergangenheit ruft,
bist wieder im Jahr „Schwarz-Weiß“?
Lass dich nicht verleiten,
die Zeit vergeht schnell.
Komme bald wieder!
Wünsche dir eine gute Reise, doch…
…vergiss nicht, dass du vergessen wolltest!

Paternoster

Gitter davor, Fahrkorb zu; fast wie im Bergbau-Glück Auf! Kommando!
Gitter waren im oberen Drittel des von Anton Freissler (Österreicher) entwickelten Paternosters (1910) zu sehen. Trotzdem konnten die Fahrgäste wie bei anderen Modellen einsteigen. Mit oft gemischten Gefühlen, stieg so mancher in einen Paternoster. Manche Menschen hatten Angst den Ausstieg rechtzeitig zu erwischen und dadurch mit der Kabine kopfüber auf die andere Seite des Systems zu wechseln. Die Mainzelmännchen und Charly Chaplin machten es vor. Natürlich war das scherzhaft gemeint! Meistens hatten die Personen-Umlaufaufzüge eine angenehme Holzausstattung, doch war die Raumerfahrung ähnlich einer Telefonzelle (ohne Blick nach außen). Schauen wir dem Tod ins Auge mit einer Beförderungsgeschwindigkeit von ca. 0,20 bis 0,45 Meter pro Sekunde. „Raumfahrt“ fühlt sich anders an.
Jetzt ist verständlich aus welchen Gründen der Name Paternoster gewählt wurde. Im Zusammenhang mit dem Rosenkranz, bei dem auf zehn kleinere Perlen für je ein Ave Maria, eine größere für das Vaterunser (lateinisch: Paternoster) folgte, wurde die Fahrt zur Vertrauenssache.
Es gibt einen Paternosterbaum, mit richtigem Namen Zedrachbaum (Melia azedarach), auch Persischer Flieder, Chinesischer Holunder genannt. Er ist ein sommergrüner Baum aus dem Süden und Südosten Asiens Aus seinen Samen werden Rosenkränze hergestellt .Daraus folgt der Bezug zum Paternoster. Aber Vorsicht: Die Samen sind giftig!

Teppichklopfer

Rituale sind im Leben wichtig. Manche davon ergeben sich automatisch, wie das Teppichklopfen. Aha? Bei Sonnenschein wurden Teppiche aus der Wohnung zu einer
Teppichstange getragen, um sie dann mit der Oberseite darüber zu hängen. Noch so ein Begriff! Sie sieht aus wie ein Tor ohne Netz. Das war anstrengend; doch anschließend begann erst die Maloche. Mit einem Teppichklopfer aus Weiden- oder Rattangeflecht wurde auf den „Hängenden“ eingedroschen bis der oder die Akteure aussahen wie „Pig Pen“ (Peanuts), weil der „Feinstaub“ – damals noch als solcher unbekannt – einige Zeit benötigte bis er sich niedergelassen hatte. Ein Krafttraining zu Hause war lohnenswert, zum Einen für das Öffnen der Telefonzellentür (wir berichteten in Ausgabe 112, Seite 3ff) und zum Anderen, und das erst recht, um die Teppiche von ihren Altlasten zu befreien. Danach musste das gute Stück, oder mehrere, wieder an Ort und Stelle getragen werden; also die nächste Anstrengung. Manche Kinder lernten den Teppichklopfer auf ihrem Hintern kennen, wenn die kleinen Strolche ungehorsam waren oder einen schlechten Streich gespielt hatten.
Heute können wir auf dem Teppich bleiben. Der Abstauber frisst alles auf mit seinem Schlauch bis der Fußbodenbelag sauber ist. Für Technik-Freaks, die das Geld dafür haben, gibt es Roboter-Staubsauger, sehen aus wie kleine Raumschiffe, wie eine Mutation technikangepasster Käfer, ähneln einer modernen Herdplatte in Betrieb oder einem Discman.

Toilettenstein

Klosteine, kleine einfarbige Klumpen die für eine gute Atmosphäre in der Toilette und in Urinalen sorgen sollen. Sprich: den unangenehmen Geruch überdecken und Kalkablagerung vermeiden. Aus diesem Grund wurde von Kurt Gade 1963 ein Patent für den Klostein angemeldet.
Einige Menschen haben ein seltsames, bizarres Verhältnis zu WC-Steinen, in dem sie eine Erweiterung des Gebrauchs als Delikatesse oder als sexuell stimulierende Droge („Poppers“) nutzen. In den USA hatte eine Frau über 15 Jahre hinweg kleinere Stücke vom Beckenstein – der aussah wie ein Törtchen („Schmecke muss er“) – genascht, die sie nach erheblichen Auswirkungen ins Krankenhaus brachte und möglicherweise Multiple Sklerose (MS) auslöste. Dies blieb trotz umfangreicher Untersuchungen ungeklärt! In der Psychiatrie wird diese seltene Essstörung – bei den Menschen die Ungenießbares oder Ekelerregendes verspeisen –  als Pica-Syndrom bezeichnet (hergeleitet von lat. Pica pica: Elster; die für ihren Nestbau alle möglichen Objekte sammelt). Zur Krankheit gehört auch das Schnüffeln oder Inhalieren, das dem Schnüffeln von Lösungsmitteln bzw. Klebstoffen gleicht. Poppers, ein Slang-Begriff für eine Gruppe flüssiger und kurzzeitig wirksamer Drogen, bestehen aus Amylnitrit, Isopropylnitrit und Cyclohexylnitrit. Amylnitrit, ursprünglich als Mittel gegen Angina pectoris eingesetzt,   riecht markant chemisch nach Chloroform -, wird als Droge missbraucht. Ihr Aroma ist zuerst süßlich, im Abgang echt bitter! Der ein oder andere steckt seinen Kopf in die Keramik, um die andere Variante der Droge, durch das Inhalieren der Geruchsstoffe vom Urinalstein – Moschusverbindungen, halogenorganische Verbindungen – die euphorisierte Wirkung zu erreichen. Na holla, die Elster.

Lebertran

Nach dem Appetitmacher Klostein, folgt ein weiter Höhepunkt der verschwundenen Dinge. In Zeiten des Gesundheitsbewusstseins, Stress, Omega-3-Fettsäuren, Nahrungsergänzungspillen und Komplexmitteln, surfen wir von Gesundheitswelle zu Gesundheitswelle, versorgen uns mit Vitaminen, um Abwehrkräfte zu steigern, damit uns keine Erkältung befällt. Damals, ja damals hieß die Wunderwaffe, Lebertran; eine fettige, ölige Flüssigkeit. Kinder waren plötzlich verschwunden sobald Mutter, die braune Flasche in der einen und den Löffel in der anderen Hand, das eklige Wort rief. Beim Verabreichen der Masse half kein Nase zuhalten oder schnelles herunterschlucken. Wichtig ist zu erwähnen, dass einige Mägen Schwierigkeiten mit den Nebenwirkungen hatten. Sehr empfindliche Kandidaten reagierten mit Spontanität, die sich durch sofortiges Übergeben zeigte. Bei übermäßiger Einnahme über mehrere Monate wirkt das in großen Mengen enthaltenem Vitamin A und D, alles andere als gesund, heißt Hypervitaminose. Bei einer akuten Hypervitaminose treten Kopfschmerzen, Schwindel und Erbrechen auf, die über mehrere Monate überdosiert zu Verlust der Körperbehaarung, Bluthochdruck, Kalkablagerung und zu einer vergrößerten Milz und der Leber führt! Übertreibung ist nie gesund; auch nicht mit einer
Vitaminbombe (der Name sagt doch alles).
Heute gibt es hellgelbe Pillen, sieht aus wie vom Pillendreher aus Honig hergestellt. Äußerlich ja, innen drin ist Kabeljau, Dorsch, Hai und Schellfisch. Bald leben wir nur noch von Pillen. Guten Appetit!

Abenteuer Partykeller

Gibt es noch Erinnerungen an die persönliche Kneipe im Keller? Na klar! Wer privater, unbeobachteter feiern wollte, anstatt in der Kneipe von nebenan, der baute einen richtigen Partykeller in seine Katakomben. Mit Eckbank, Mahagonitheke, viel maritime Dekoration, wie das Fischernetz aus Spanien unter der Decke hängend, die korbumwickelte Weinflasche ebenfalls aus Spanien, eine Schatztruhe aus Frankreich in der sich Muscheln im Sand tummelten und weiteren Jagdtrophäen die sich im Laufe der Urlaube ansammelten. Der Röhrende Hirsch und das passende Geweih blieben im Wohnzimmer. Viel Holz wurde verbaut, leere Pullen Bier und Schnaps standen bis unter die Decke, um die Gemütlichkeit zu steigern. Das Ambiente stimmte. Zu einer guten Vorbereitung der Feiern im Untergrund gehörten der Käseigel, hochprozentiges (heute: Harddrink) und natürlich jede Menge Bier. Auf keinen Fall durfte Musik fehlen, die nach dem zweiten Weltkrieg im weiteren Sinne Schlager war, später zu Beatmusik wechselte. Jetzt konnte ein flotter Tanz die Hüften in Schwung bringen; in ruhigerer Gangart, Blues und Schieber. Der nachbarschaftliche Treff war gesichert. Rituale wie Flaschendrehen, Polonaise und LuftballonEngtanz durften nicht fehlen, genauso wenig wie die Toilette.
Später wurde das südländische Flair durch eine auffällige tropische Fototapete ersetzt. So wie die Fototapete in den Achtziger-Jahren unmodern wurde, verlor die Partyhöhle mehr und mehr an Attraktivität.

Trimm-dich-Pfade

Rituale sind wichtig im Leben. So wie einige sich rund getrunken und gegessen haben, konnten diese Personen gleich einem gesundheitlichen Trend aus der Schweiz folgen, in dem sie auf einem Rundkurs, – circa alle 200 Meter ein Turngerät mit Anleitung -, ihre Rundungen wieder abtrainierten. Gestartet hat die gemeinsame Aktion am 16. März 1970 der Deutsche Sportbund mit Kooperationspartnern Krankenkassen, Politik und Wirtschaft organisiert hatte. Cheftrainer war das Maskottchen Trimmy, das in sportlichem schwarz-weiß neben einer Hand mit hochgehaltenem Daumen und dem Slogan „Trimm dich durch Sport“, in der Werbekampagne zu sehen war. Entstanden ist der Trimm-dich-Pfad durch die Feststellung, dass zu viele Menschen übergewichtig waren, und das zu stark erhöhten Herzinfarkten innerhalb eines Jahres führten.
Familien, Jugendliche und Rentner liefen einzeln oder in Gruppen im Dauerlauf; alle 200 Meter eine Übung, wie Liegestütz auf einem extra umgefallenen Baum, Hocksprünge am Balken – die Äste vom extra umgefallenen Baum zusammengezimmert –  oder am Seil 3 Meter in die Höhe klettern – nur für Menschen ohne Akrophobie geeignet. Millionen waren infiziert vom neuen Breiten- und Freizeitsport. Nach vier Jahren wurde die Aktion für Vitaparcours (schweiz. Begriff) noch dreimal umbenannt, bis 1986 der Trend langsam auslief.
Heute wird mit Musik auf den Ohren gejoggt, der Sport mit den zwei Spazierstöcken betrieben oder in einer Lagerhalle der Foltergeräte einsam geschwitzt. Auf dem Laufband werden ferngesehen, Bücher gelesen, Vokabeln gelernt oder einfach nur transpiriert.

HB-Männchen

Ein ähnlich aussehendes Männchen wurde auf andere Weise sehr aktiv. Sobald im Haushalt etwas misslang, schoss die Zeichentrickfigur wie eine Apollo-Rakete in die Luft, während er rasend etwas Kryptisches von sich gab. Ein arabischer Text wurde rückwärts und mit doppelter oder mit zunehmender Aufregung, in höherer Geschwindigkeit abgespielt. Aus dem „Off“ klang ein fast meditativer Werbeslogan: „Halt, mein Freund! Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Greife lieber zu HB“. Als HB-König – Bruno war sein inoffizieller Name – kam er fast schwerelos auf den Boden zurück. „Dann geht alles wie von selbst.“, folgte ein ergänzender Satz.
Rauchen als tödliche Gefahr in Text und Bild auf Tabakwaren, soll heute genau davon abhalten, Zigaretten und andere Tabake als Entspannungsmittel zu konsumieren. Mit einem Bekanntheitsgrad von 96% – mehr als der Marlboro-Mann – wurde das HB-Männchen zur bekanntesten Werbefigur in der Geschichte des deutschen Werbefernsehens. Fernseh- und Kinowerbung – in dem auch Bruno vorkam – sind schon lange tabu. Daher rührt der Spruch: „Der geht gleich hoch wie ein HB-Männchen.“

Slime (Spielzeug)

Zurück zu den angenehmeren Themen, wie der Klostein. Einmal freigelassen, waren Kinderhände mit dem zähflüssigen Schleim (engl. slime) sehr kreativ. Oft zu finden in Haaren, auf Kleidung, Fußboden, Teppich, Sofa und in der Toilette et cetera. Ein glibberiges, giftgrünes, schleimiges – manchmal klebriges – Monster -, in einer Mini-Mülltonne gleicher Farbe. Außer der Verwendung von slime, um Eltern zu ärgern, gehörte es zu einer „Mutprobe“ das Produkt anzufassen. Lustig war das Erschrecken anderer Personen, in dünnflüssiger Konsistenz in Kindersendungen über Köpfe zu schütten oder in Ghostbusters II, satte 150.000 Liter slime einzusetzen (in einer Szene!).
Verschiedene Varianten wie zum Beispiel slime with worms (slime mit Würmern, violetter Schleim mit dunkelvioletten Gummiwürmern darin), slime eyeballs (mit Augäpfeln) und die Neuauflage bietet die Farben gelb, pink, dunkelgrün, orange, slime worms (slime mit Maden).
Toilettenstein, Lebertran oder doch lieber slime: „Wer die Wahl hat, hat die Qual.“

Tamagochi (tamago wotchi)

„ Kaum zu hören, bei diesem Geräuschpegel; seltsame Töne dringen aus einer Kiste. Zur großen Überraschung melden sich kleine elektronische Waisen aus alten Zeiten, mit dem Namen „tamago wotchi“. Weltweit populär als „Tamagotchi“. Jaa, es ist schon eine Weile her.
Da ist wohl noch Reststrom in der Batterie?!? „Lasst mich aus der Verbannung!“ heißt der klagende Ton. Aber wozu? „Und wenn ich bitte sage?“
Von Spielzeug zu Spielzeug. „Du warst für niemanden ansprechbar, weil Du elektronische Haustiere füttern musst?“ Fütterungszeit? Sind wir jetzt im Zoo? Nein! Oder doch? Die Elektronik löst nach und nach Natürlichkeit ab. Tamagotchi ist ein „Kofferwort“ aus tamago (dt. „Ei“) und wotchi (von engl. „Uhr“). Stichtag 1996: Die „Bandai“-Mitarbeiterin Aki Maita stellte in einer Abteilungsleitersitzung das Küken vor. Bandai entwickelte das Plastikei und brachte es zuerst auf den japanischen Markt, bevor es am 12. Mai 1997 in Deutschland mit hunderttausenden eine Invasion auslöste. Das Haustier aus Plastik: 5,5 cm x 4,0 cm x 1,5cm Abmessung, zu kaufen für schlappe 30 DM! Und das virtuelle Küken, hatte nach dem Schlüpfen Hunger, wollte trinken, Zuneigung bis zum nächsten Piep-Ton. Kinder schreien. So viele Bedürfnisse, zu sozial unverträglichen Zeiten. Der Besitzer trägt die Verantwortung für eine mittlerweile entwickelte eigene Persönlichkeit, die bei Vernachlässigung stirbt. Oh! Kinder vergessen auch mal zu essen, halten den Gang zur Toilette zurück, die Hausaufgaben auch, wenn sie im Spiel vertieft sind. Da ist es schon möglich, ein kleines Plastik-Ei zu vergessen. Na und? Zum Glück gibt es einen elektronischen Defibrillator, der gezielte Stromstöße gegen Kammerflimmern oder Vorhofflattern eingesetzt wurde, um den Platinen Herztod zu verhindern. Falls das Tamagotchi doch stirbt, begann die Reanimation mittels Reset-Knopf, und das Spiel fing von vorne an.
Heute gibt es Smartphones.
Weniger angetan vom manischen Spiel der Schüler – natürlich unter dem Tisch -, waren die Lehrer. Die Kinder konnten nichts gewinnen, außer Stress und Schlaflosigkeit; trotzdem spielten sie weiter. Verzweifelte Lehrer verbannten das Cyber-Ei aus der Schule. Und wer kümmert sich zu Hause um das digitale Haustier? Doch bald ist der große Hype aus ungeklärten Gründen vorbei. Bis zum 7. Juni 2004 in Deutschland der Reset-Knopf gedrückt wurde und eine neue Version mit dem Namen „Tamagotchi Connexion Version 1“ wurde veröffentlicht. Und wie! Noch menschlicher durch Gefühle, allerdings für andere Artgenossen, Kinderzeugung wird über eine Infrarot-Schnittstellen ermöglicht – natürlich eine jugendfreie Version – eine Familie gründen und heiraten („Schöne neue Welt“). Hochzeitsgeschenke können alle Verwandten stressfrei beim Hochzeitspaar abgeben. Nach dem Ausschlüpfen eines Babys, können sie als Familie wieder zurück auf den Tama-Planeten. „Und wenn sie nicht gestorben sind…“, doch sie sind gestorben und liegen auf dem Cyberfriedhof.
P.S. Das Tamagotchi kann Freunde gewinnen und Liebe empfinden!?

Papierführerschein

Mindestens 18 Jahre musste man sein, um die Freiheit mit einem Auto oder Motorrad zu genießen. Vorher hieß es, sich durch die Fahrschule zu quälen. Theorie lernen, Fahrpraxis üben, mehr oder weniger zitternd die Prüfung bestehen und am Ende der Leidenszeit endlich den Führerschein in den Händen zu halten. Auf das Stück graues Papier – umgangssprachlich: Lappen – wurde sehr gut aufgepasst. Er konnte durch Knicken schnell mal reißen oder versehentlich in der Waschmaschine sein Mindesthaltbarkeitsdatum verlieren.
Kein Aprilscherz! Am 1. April 1986 wurde die Pappe zum Mädchenschwarm: rosa, mit der Aufschrift „Modell der Europäischen Gemeinschaften“. Acht Monate später folgte der Führerschein auf Probe, der ab 1. Januar 1999 bei schweren Verstößen automatisch von zwei auf vier Jahre verlängert wurde. Wenn jemand zu viele Punkte gesammelt hatte (keine Pokemons), seit 1974 als Punktesystem eingeführt, im alten System 18, im neuen 8 Punkte, hieß das Level Fahrerlaubnisentziehung. Die Schiedsrichter der Sammelstelle saßen in Flensburg. Bei Wiederholung oder zu viel Alkohol im Blut, hieß es noch einmal lernen, um den Idiotentest [Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU)] zu bestehen, egal ob grauer Lappen oder heute die Plastikkarte.
Jetzt ist das Gedöns in der Vergessenen Welt. Hier suchte ich archäologisch im Gehirn nach Erinnerungen. Ganz verschwunden ist die Vergessenen Welt bis heute nicht –Faszinierend und verblüffend: Aus den Augen, aus dem Sinn.
Im ersten Teil erwähnte ich Achtsamkeit. Manchem wird aufgefallen sein, dass einige verschwundene Dinge als Retro-Style wieder aufgelegt wurden. Naja, schließlich sind manche Artikel auch heute verkaufbar und sehen in einigen Fällen chic aus.
Vielleicht hat der eine oder andere manchen Schatz auf dem Dachboden oder im Keller. Wenn nicht, so sind Fotoalben, die Großeltern oder Bekannte eine Möglichkeit, nach alten Gegenständen zu fragen. Ob für den Sperrmüll, den Flohmarkt oder als Erinnerungsstück gerettet.

… Wenn das Heimweh nach Vergangenheit ruft,
bist wieder im Jahr „Schwarz-Weiß“?
Lass dich nicht verleiten,
die Zeit vergeht schnell.
Komme bald wieder!
Wünsche dir eine gute Reise, doch…
…vergiss nicht, dass du vergessen wolltest!

Viel Spaß beim erinnern. Staubwedel dabei?
Burkhard Glebe

Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Paternosteraufzug
https://de.wikipedia.org/wiki/Teppichklopfer
https://de.wikipedia.org/wiki/Toilettenstein
https://de.wikipedia.org/wiki/Lebertran
http://www.spiegel.de/einestages/deutsche-heiligtuemer-a-949265.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Trimm-dich-Pfad
https://de.wikipedia.org/wiki/HB-M%C3%A4nnchen
https://de.wikipedia.org/wiki/Slime_%28Spielzeug%29
https://de.wikipedia.org/wiki/Tamagotchi
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_F%C3%BChrerschein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

4 + 5 =


Beiträge – Kalender
Dezember 2019
M D M D F S S
« Nov    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  
Neue Kommentare