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Annahmen über den Koran

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Annahmen über den Koran

Ja, ich habe Wut in mir. Sehr große Wut. Wenn ich die Meldungen zu Vorkommnissen wie von der letzten Silvesternacht in Köln lese. Wenn ich lese, dass irgendwelche jugendlichen Männer Menschen in Schwimmbädern belästigen. Ich schreibe besser nicht, was ich am liebsten mit Männern tun würde, die solche Taten begehen. Aber da wir in einem Rechtsstaat leben, bleibt uns ja nichts über als darauf zu warten, dass die Täter durch unsere Justiz zur Rechenschaft gezogen werden.
Diese Wut verspüren auch Muslime, wenn sie von solchen Ereignissen lesen oder hören.

Daher machen mich Aussagen wie „der Islam ist schuld an diesen Taten“ ebenfalls wütend und traurig. Solche Aussagen werden häufig von Menschen getätigt, die den Koran, der die Basis des Islam ist und wie die Bibel ein Regelwerk darstellt, nie gelesen haben. Durch die Medien usw. entsteht ein Bild, das streng gläubige Muslime mit Verbrechern und Terroristen verwechselt.
Wer sich mit dem Koran beschäftigt, wird sich schnell bewusst, dass sexuell motivierte Straftaten mit dem Islam NICHTS zu tun haben.
Da ich den Koran (in Übersetzung) gelesen habe und mich mit Religionen und damit auch dem Islam seit längerer Zeit beschäftige, wurde ich in den vergangenen Monaten häufiger von Mitmenschen bezüglich der Aussagen des Korans befragt. Teilweise waren und sind die Annahmen der Menschen sehr überzogen. Dies zeigt mir, dass die Allgemeinheit oft noch falsche Vorstellungen vom Islam hat. Daher habe ich einige Stellen aus dem Koran heraus gesucht, die seine Haltung zu derartigen Themen gegenüber verdeutlicht:

  1. Sexuelle Handlungen zwischen unverheirateten Personen sind untersagt. Moralisch verwerfliche und strafrechtlich verbotene Handlungen wie sexuelle Belästigung und Schlimmeres, egal an wem sie verübt werden, sind eine große Sünde und daher ebenfalls verboten. Vergewaltigung soll mit sehr schweren Strafen geahndet werden. In einzelnen islamischen Staaten steht auf Vergewaltigung die Todesstrafe.

Sure 17 Vers 33: Enthaltet Euch der Unkeuschheit, denn sie ist ein Laster und führt auf schlimme Wege.
Sure 10 Vers 28: Doch die, welches Böses begehen, sollen zum Lohn Böses erhalten.
 

  • Männer und Frauen sollen sich „schicklich“ verhalten…. Anzüglichkeiten oder gar Beleidigungen sind verboten.
  • Ungläubige und Nichtmuslime sollen NICHT bekämpft und / oder getötet werden. Ungläubigkeit bzw. Atheismus oder die Anbetung mehrerer Götter ist zwar laut dem Koran ein schweres Vergehen, allerdings wird mehrfach und explizit darauf hingewiesen, dass nur Gott über die Person, die ungläubig ist, entscheidet und das nach dem Tod des einzelnen Menschen. (Vergleichbar mit entsprechenden Stellen in der Bibel)

Sure 17 Vers 34: Tötet keinen Menschen, da Allah es verboten hat.
 
Bekämpft werden sollen z.B. Leugner des Korans und Menschen, die versuchen gläubige Muslime zu Sünden zu verleiten … mit der Waffe des Predigens.
Sure 9 Vers 6:  Und wenn einer der Götzendiener bei dir Schutz sucht, dann gewähre ihm Schutz, bis er Allahs Wort vernehmen kann; hierauf lasse ihn die Stätte seiner Sicherheit erreichen. Dies, weil sie ein unwissendes Volk sind.
Sure 2 Vers 256: Es soll kein Zwang sein im Glauben.
 
Wenn jemand die Muslime aufgrund ihrer Religion versucht zu verfolgen bzw. zu bekämpfen, sollen die Muslime sich verteidigen.
Gerade im Internet gibt es unzählige Seiten, auf denen Personen, die aus verschiedenen Gründen bestimmte Stellen aus dem Koran heraus suchen und diese negativ interpretieren, um zu unterstreichen, wie grausam doch der Koran, der Islam und seine Anhänger seien.

Der Koran ist definitiv ein starkes, aufrüttelndes Buch. In jeder Sure wird dazu aufgerufen nur den einen, unseren Gott anzubeten. Oft wird darauf hingewiesen, dass Gott keine Kinder habe, sondern alle Geschöpfe auf dieser Erde wurden von ihm erschaffen. Daher solle man sonst niemanden anbeten. Jesus wird immer wieder als ein wichtiger Prophet genannt, im Grunde der erste Prophet der Gottes Wort verkünden sollte. Auch seine Eltern: Maria und Josef, werden mehrfach erwähnt. Ich habe zahlreiche weitere Verse im Koran gefunden, die ich hier auflisten könnte, dies würde leider den Rahmen sprengen.

Es gibt Länder wie Indien, deren größte Religionsgemeinschaft die Hindus sind (80 bis 90 %), oder Mexiko, ein christliches Land, von denen wir immer wieder Berichte über Gruppenvergewaltigungen hören.
Die Gründe dafür sind mir schlichtweg egal. Ich möchte gar nicht wissen, warum Menschen anderen Menschen solche Dinge antun und vor allem, sich sogar Grüppchen bilden, die solche Taten begehen. Aber lasst uns nicht vergessen…sexuell motivierte Straftaten gab es schon immer. Leider.
…. Lange bevor der erste Moslem Deutschland betrat.
Auch in Deutschland und anderen westlichen Ländern gibt es leider viel zu viele Männer, die ihre Partnerin bevormunden, womöglich auch schlagen. Häusliche Gewalt gibt es überall. Es ist ein Problem, aber kein nationales. Ja, es gibt leider einige Männer, die bestimmte Stellen im Koran anders auslegen, und zwar, dass das Züchtigen einer Frau durch Schläge zu passieren hat. Das werde ich nie beschönigen. Das Problem, wie auch in anderen Religionen, ist die Auslegung der Schriftstücke. Unter den Gelehrten der Moslems gibt es immer wieder Diskussionen, wie einzelne Passagen auszulegen sind.
Aber dem für Muslime wichtigsten Propheten Mohammed wird nachgesagt, er habe nie eine seiner Ehefrauen geschlagen. Im Gegenteil, er forderte seine Gläubigen immer dazu auf, ihre Ehefrauen gut zu behandeln. Eine seiner Aussagen: Je besser ein Mann sich seiner Frau gegenüber verhält und sie behandelt, desto mehr Lohn werde er von Gott behalten.
Auch hat Mohammed nie in Polygamie gelebt, er hatte immer nur eine Ehefrau zu einer Zeit.

Machostaaten gibt es sehr, sehr viele….in vielen Ländern ist es heute noch so, dass der Mann das Oberhaupt der Familie ist und sagt, was die Frau und Töchter zu tun und zu lassen haben. Man kann behaupten, dass die Mehrheit der Gesellschaften auf der Erde als chauvinistisch bezeichnet werden kann. Dazu zählen, wie bereits erwähnt, Indien und sehr viele asiatische Länder, aber auch Mexiko oder Spanien z.B. Desweiteren sind auch im Judentum einige, in unseren Augen veraltete Regeln für Frauen aufgestellt. Auch bei Ihnen ist gerade häusliche Gewalt häufig ein Thema.
Wie sich Gesellschaften bilden wissen wir. Eine Mischung aus Geschichte, Traditionen, Religion und Politik. Und jede Gesellschaft hat auch Probleme.
Aber keine unserer Weltreligionen ist schuld an Vergewaltigungen etc.! Es ist der Mensch an sich, der Schuld ist. Soziales Fehlverhalten und verkümmerte Persönlichkeiten sind an Gruppentaten schuld.
Hätten sich die Täter in Köln an den Koran gehalten, dann

  1. a) wären sie nicht betrunken gewesen
  2. b) hätten sie Frauen nicht angefasst, geschweige denn vergewaltigt
  3. c) hätten sie nicht geklaut.

Die Bibel ist nicht schuld daran, dass es Männer gibt, 32 Frauen heiraten und unter ihren Ehefrauen auch minderjährige Kinder sind.
Die Bibel ist nicht schuld an den Skandalen des Missbrauchs an Kindern in Kirchen, Internaten etc.
Die Thora ist nicht schuld, dass es Menschen gibt, die ein Gebiet als ihres ansehen und die dort lebenden Menschen sanktionieren.
Die Thora ist nicht schuld, dass es Menschen gibt, die auf homosexuelle Menschen einstechen oder Kopftuchträgerinnen bespucken.
Der Koran ist nicht schuld, dass eine Gruppe von Menschen „Ungläubige“ und Christen, aber vor allem Tausende von Muslimen töten.
Und er trägt keine Schuld an den Taten der Kriminellen in der Silvesternacht in Köln.

Es sind kranke und / oder gewissenlose Menschen, die sich in falschen Ideen verlieren und Amok laufen, die keinen Respekt vor Menschen und häufig vor allem Frauen gegenüber haben, die die Schwäche von anderen Menschen ausnutzen um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Die größenwahnsinnige Ziele verwirklichen wollen. Dazu zählen auch teuflische Kreaturen, die im Namen ihrer Religion andere Menschen einer Gehirnwäsche unterziehen, um ihre eigenen Ziele zu verwirklichen.
Und jede Gruppe von Menschen, sei es eine Religionsgemeinschaft, eine Nation oder ein Volk, gleicht sich in einem Attribut: sie ist keine homogene Gruppe. Sie alle bestehen aus verschiedenen Meinungen, Einstellungen, Lebensweisen. Und unter den einzelnen Strömungen gibt es mehr oder weniger radikale Verfechter sowie unterschiedlichen politischen Haltungen und Ideologien.
Wenn jemand das Rechte tut, so tut er es für sich selbst; und wenn jemand Böses tut, so handelt er gegen sich selbst. Sure 41, Vers 46

Y.P.

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