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Booksharing

Booksharing

Schon wieder ein englisches Wort, das sich in die Deutsche Sprache eingeschlichen hat. Dabei steckt eine gute Idee – zum ersten Mal im Jahr 2000, in kleinen urbanen Orten der USA entstanden – dahinter. Ähnlich wie beim Carsharing, werden Gegenstände durch Tauschen, Verleihen oder Verschenken, entweder über das Internet oder an bestimmten Orten im öffentlichen Raum für alle Interessierten zugänglich (nichtkommerzieller Teilhabe am Wirtschaftsgeschehen auf Gegenseitigkeit). Das kostenfreie gegenseitige zur Verfügung stellen bzw. Nutzen von Büchern kommt dadurch Menschen zu Gute, die sich finanziell keine Bücher leisten können oder/und zum Lesen angeregt werden. Booksharing (dt: „gemeinsames Nutzen von Büchern“) bietet die Möglichkeiten – als Austausch oder „Geschenk“ – Bücher zu entnehmen ohne sie ersetzen zu müssen, Bücher, die nicht mehr gelesen werden in einer der öffentlichen Bücherschränke oder Regale (in kirchlichen, öffentlichen Einrichtungen und sozialen Bereichen) zu stellen.

In den 1990er-Jahren entstand die Idee der Bücherschränke, die jederzeit und öffentlich zugänglich sein sollten, um den Austausch von Literatur zu fördern. Den Startschuss gab eine künstlerische Installation (ab 1991 durch das Aktionskünstler-Duo Clegg & Guttmann, erstmals in Graz, auch in Mainz), Ende der 90er als „kostenlose Freiluft-Bibliothek“ in Darmstadt und Hannover.

Seit 2013 fährt Hamburg eine Erfolgsgeschichte – in Kooperation mit dem Gebrauchtwarenhaus „Stilbruch“ – die ca. 400.000 Bücher von 2010 bis 2013 an die Hamburger Verkehrsbetriebe geliefert haben. Wöchentlich werden bis zu 2000 Bücher auf etwa 130 Linienbusse in rotlackierte Bücherregale verteilt. Andere kreative Ideen sind ausgemusterte und umgebaute Telefonzellen, die als Bücherzellen in verschiedenen Städten stehen oder in einem alten Trafohäuschen.

 

Über soziale Netzwerke und Internetplattformen wird Bookcrossing genutzt, denn die Auswahl ist riesengroß. Hier werden Bücher verliehen oder/und verschenkt, eigene Bücher können auf ihrer gebuchten Reise mittels Identitätsnummer (BCID/BookCrossing-ID-Nummer) verfolgt werden. Jedes Buch hat eine „Web-Unterseite“, in die der Leser Kommentare schreiben kann. Eine Datenbank verwaltet und organisiert das alles. Circa 10 Millionen Bücher sind ständig weltweit im Umlauf.

Hier sind die führenden 10 BookCrossing Länder:

  1. USA                                                              6. Kanada
  2. Deutschland                                                7. Australien
  3. Vereinigtes Königreich                              8.Frankreich
  4. Niederlande                                                 9. Finnland
  5. Portugal                                                       10. Spanien

 

Der Ideenreichtum und die Kreativität von Buchliebhabern haben dazu geführt, noch weitere Gelegenheiten zu nutzen wie Internet, Bookray, Bookbox, Bookspiral bis zur Kombination mit Geocaching (als Tauschgegenstand), Bücher zu tauschen. Anbieter, die ihre wertvolleren Bücher gezielt anbieten möchten, können diese direkt an Bookcrosser innerhalb von Diskussionsforen verleihen.

Bevor Ihre Bücher verstauben, das „Bücherregal“ in der Toilette zu voll ist (als Toilettenpapier ist es zu hart), im Keller verschimmeln oder/und Sie gerne anderen lesefreudigen Menschen etwas Gutes tun wollen, stellen Sie die Bücher in einen Bücherschrank oder geben Sie sie an soziale Einrichtungen.

Burkhard Glebe

Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Booksharing   https://de.wikipedia.org/wiki/Bookcrossing  http://www.bookcrossing.de/

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