Redaktions Center

Carolinensiel- Ostfriesland

Share

Urlaub an der Nordseeküste in Ostfriesland

Nach vier Jahren war es endlich mal wieder soweit- ich fuhr in den Urlaub.
Das Ziel war Carolinensiel in Ostfriesland.
Als Kind war ich oft mit meinen Eltern dort; wir machten meistens drei Wochen Urlaub, dieses Jahr waren es neun Tage.
Am 30.07. ging es um 05.00 Uhr morgens los; ich war so aufgeregt und voller Freude. Die A31 war die Bahn, die ich fahren musste. Nach nur einer halben Stunde musste ich bei Dorsten schon eine Pause machen, da ich auf Toilette musste.
Um 10.00 Uhr kam ich in Carolinensiel an, allerdings konnten wir um zwölf Uhr erst in die Ferienwohnung.
Was macht man, wenn man an der Nordsee ankommt?! Genau, erst einmal ein Fischbrötchen essen. Der erste Biss war herrlich, ich genoss diesen Geschmack und holte mir direkt noch ein zweites.
Nachdem wir aufgegessen hatten, war immer noch genug Zeit und so beschlossen wir, zum Strand zu fahren, um einfach die frische Meeresluft einzuatmen.
Das Meer war nicht da, es war gerade Ebbe und so konnten wir den Menschen zuschauen, die vorsichtig
durch das Watt spazierten.
Um zwölf Uhr konnten wir endlich in die Wohnung und ich muss sagen, dass ich echt begeistert war.
Die Wohnung war liebevoll und warm eingerichtet, alles war super sauber und es roch nach frischen Blumen, die auf dem Tisch standen.
Wir packten schnell aus, gingen einkaufen und packten dann unsere Strandtasche, um uns an den Strand zu legen.
Am Strand angekommen, mieteten wir uns einen Strandkorb, doch lange sitzen war nicht drin, wir wollten ins Wattenmeer. Bei meinem Glück schnitt ich mich sofort an einer Muschel, mein Fuß tat höllisch weh, deswegen kaufte ich mir recht zeitnah Wattschuhe.
Wattschuhe sind klasse, sie sind wie Surferschuhe aufgemacht; man spürt keine Muschel o.ä., man kann unbesorgt durch das Watt spazieren.
Die ersten drei Tage lagen wir viel am Strand, sonnten uns, gingen schwimmen und spielten Beachball.
Am Sonntagabend fuhren wir noch spät zum Strand runter, da um 23.00 Uhr Flut war und wir uns im Dunkeln das Meer anschauen wollten. Es war wunderschön, das Rauschen der Wellen war beruhigend und einen Moment lang schwiegen wir nur, um diesen Augenblick zu verinnerlichen.
Am Montagmorgen fuhren wir nach Esens – Bensersiel, ein kleines Städtchen, nur 16 km von Carolinensiel entfernt. In Esens gibt es ein Café, welches die besten Torten kreiert, die ich je gegessen habe.
Wir schlenderten danach noch etwas durch die Stadt, ehe wir wieder zum Strand fuhren und uns gemütlich in den Strandkorb legten.
Abends fuhren wir nach Neuharlingersiel; wir konnten Schiffe beobachten, die in den Hafen einfuhren, sie fuhren so nah an uns vorbei, dass wir sie fast hätten anfassen können.
Erst am Mittwoch fuhren wir einen Tag nicht an den Strand, da das Wetter einfach nicht mitspielte, worüber wir allerdings nicht böse waren, so konnten wir das ein – oder andere Örtchen aufsuchen und anschauen.
Wir fingen in Bensersiel an, fuhren von dort nach Norddeich und in die Stadt Norden. Von Norddeich war ich allerdings sehr enttäuscht, denn ich hatte mir viel mehr davon versprochen. Viele Leute schwärmen förmlich von diesem Urlaubsort, doch außer dem Hafen, der wirklich besonders ist mit seinen ganzen Schiffen und Fähren, fand man dort nichts, außer verschiedener Restaurants und Imbissen.
In Norden, nur unweit von Norddeich entfernt, war schon etwas mehr los. Es war eine kleine Stadt ( für unsere Verhältnisse klein, für Ostfriesland groß ), mit sämtlichen Einkaufsmöglichkeiten. Allerdings hatten wir keine Lust, groß zu shoppen, also beschlossen wir, zum ewigen Meer zu fahren.
Der Weg dorthin war schwer, wir verfuhren uns und landeten auf einem kleinen Weg, der durch die Matsche schwerer mit dem Auto zu fahren war, als bei Glatteis. Ich hatte wirklich ein wenig Panik, aber bekam das Auto immer wieder unter Kontrolle. Irgendwann waren wir aber auf dem richtigen Weg und fanden dann auch schnell den Parkplatz zum ewigen Meer.
Das ewige Meer und der Weg dorthin ist ein Hochmoor und sehr interessant. Um zum Meer zu gelangen, läuft man auf einem Holzsteg auf einem 1,5 km langen Rundweg. Um den Holzsteg herum befindet sich alles Moor, man darf den Steg keinesfalls verlassen, sonst besteht Lebensgefahr. Man erfährt viel über die Landschaft, das Hochmoor und welche Tiere und Pflanzen dort überhaupt eine Chance zum Leben haben.
Nachdem wir diesen Weg gelaufen sind, hatten wir bereits 17.30 Uhr, aber wir beschlossen noch in die Stadt Wittmund zu fahren, die nicht weit von Carolinensiel entfernt liegt.
Leider machten dort alle Geschäft bereits um 18.00 Uhr zu, aber das war nicht schlimm, so setzten wir uns gemütlich in ein kleines Restaurant und aßen etwas.
Leider war auch am nächsten Tag kein Strandwetter und so starteten wir den Tag etwas gemütlicher und mieteten uns ein Tretboot, mit dem wir auf dem Fluss Harle herum schipperten. Mir taten die Beine wahnsinnig weh, aber das war egal, es war lustig und wir konnten uns die ganzen Yachten und Segelboote noch mal aus nächster Nähe betrachten. Wir fuhren an diesem Tag in den Haustierpark nach Werdum. Der Haustierpark bietet alles an Tieren, die ein Bauernhof beherbergt oder die man sogar zu Hause halten kann. Es war wirklich lustig, eine Ziege versuchte uns das Futter zu klauen, das wir uns extra für 1,- € gekauft hatten, aber wir waren stärker.
Zwischendurch cachten wir ab und zu, ihr wisst ja, dass ich Geocacherin bin, darüber hatte ich ja in der letzten Ausgabe geschrieben.
Die letzten drei Tage waren wieder schön, so konnten wir an den Strand und auch im Meer schwimmen.
Das Meer war nicht kalt, teilweise war es sogar wärmer, als die Luft selber, was für mich sehr überraschend war.
Wir schwammen ein bisschen auf das Meer hinaus, spielten mit einem Wasserball und verscheuchten hier und da ein paar Algen, die uns schon mal entgegen schwammen.
Wenn das Meer noch nicht da war, spazierten wir durch das Watt und bestaunten Krebse, die man dort überall sieht. Ich rede hier wirklich von großen Krebsen, bei denen man wirklich Angst bekommt, dass sie sich an einen Zeh hängen, denn das muss wirklich nicht sein.
Wattwürmer, Krebse, kleine Fische und jede Menge besonderer Muscheln kann man im Wattenmeer bestaunen.
Zum Abschluss des tollen Urlaubes gab es in Carolinensiel ein Straßenfest. Essstände, Losbuden, Live Musik, alles war dabei. Samstag und Sonntag gab es einen großen Flohmarkt, auf dem man allerlei Raritäten finden konnte.
Am Samstagabend gab es ein großes, wunderschönes Feuerwerk, doch bevor es los ging, wurden am Segelboot Hafen Fackeln entzündet, die den ganzen Hafen erleuchteten. Es war so wunderschön, dass ich weinen musste, die Atmosphäre war atemberaubend.
Natürlich wurden allerlei Souvenirs gekauft, von einer Tasche, über Tassen und kleinen Meeresandenkens war alles dabei.
Der Urlaub für nächstes Jahr ist schon gebucht, ich kann es kaum erwarten, dass ich endlich wieder los fahren kann.

Bildquelle: Autorin
D.B.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

3 + 1 =


Beiträge – Kalender
Oktober 2019
M D M D F S S
« Sep    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  
Neue Kommentare