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Songtexte

Friedhof der Vergangenheit

Friedhof der Vergangenheit

 

Strophe I

Du versuchst dich zu erinnern und erschrickst.
Versuchst Belege auszugraben,
Erinnerungen zu beseelen, Schätze zu heben.
Verloren in den Tiefen deines Herzens,
in der Wüste vom Winde verweht.
Zerrissen in Fetzen und zerbrochen in Stücke,
aus deinem Herzen gestohlen oder (sauber) seziert
Ihnen ist nichts passiert. sei gewiss, es ist nichts verloren.
Erinnerungen werden wach;
wo haben sie in der Zwischenzeit geschlafen?
Es fehlen Tage, sogar Jahre.
Erinnerungen verloren, Erinnerungen gefunden.
Manches hast du festgehalten,
als Foto oder Video,
vielleicht auch auf CD gebrannt.
Für die Dia-Show der Erinnerungen;
Erinnerung leicht gemacht!

 

Strophe II

Überall wo du hinsiehst, Dinge die dir am Herzen liegen.
Erinnerungen hochgeladen.
Aus manchen Bildern scheint die Sonne,
aus anderen scheint dein Herz.
Jedes Bild ein eigener Rhythmus.
Jetzt schwimmen sie in deinen Augen,
Ruinen der verblassten Tage.
Jedes Gefühl eine Erinnerung,
Gefühl verbunden mit Erinnerung,
der Geschmack der alten Tage.
Alles abgespeichert mit Wiederholungsgarantie.
Die schönen Dinge und auch die verdreckten,
alt und verstaubt (wie trockene Gebeine)
Spielst die Wiederholungen des Lebens vor und zurück;
willst dein Leben einfrieren,
behalten die guten Tage und Momente.
Rückkehr unmöglich!

Strophe III

Flucht in die Vergangenheit mit der Zeitmaschine;
Keine Science-Fiction!
Ein Memory-Spiel: Wie alles begann.
Klebt fest wie ein Bild aus dem Album.
Manches hat sich schon gelöst.
Üble Episoden ermahnen,
machen dich traurig und wütend.
Manche haben dich verletzt, fast umgebracht,
gefangen und gefoltert.
Der Geruch klebt noch an den Sachen,
Fetzen hängen noch am Zaun deiner Seele,
Kalter Wind weht durch dein Herz.
Jeder Eindruck ein Abdruck.
Für immer geprägt, missachtet und verstoßen;
wolltest die Vergangenheit töten.
(Du) hast vergessen, dass du vergessen wolltest!
Beerdigung inklusive!

Refrain:

Gehst du wieder zum Friedhof der Vergangenheit?
Willst dich in Erinnerungen verlieren?
Deine alte Heimat besuchen,
und Souvenirs aufpolieren?
Bist dein eigener Totengräber
der gesammelten Werke und Raritäten
Deine Memoiren schreiben,
eingemeißelt für die Ewigkeit?
Willst du die Vergangenheit etwa messen,
in Zentimeter und Gewicht?
Willst du die Erinnerung etwa festhalten,
in Sekunden oder Stunden?
Willst du die Vergangenheit etwa einteilen,
in gut oder schlecht?
Lebe nicht ständig in Wiederholungen des Lebens
und schau nicht über die Friedhofsmauer!
Heute ist Leben, heute ist dran!

Refrain II / Schluss

Wenn das Heimweh nach Vergangenheit ruft,
bist wieder im Jahr „Schwarz-Weiß“?
Lass dich nicht verleiten,
die Zeit vergeht schnell.
Komme bald wieder!
Wünsche dir eine gute Reise, doch…
…vergiss nicht, dass du vergessen wolltest!

TEXT: BURKHARD GLEBE 12.2012_II ©

Mensch sein oder Maske bleiben

Mensch sein oder Maske bleiben

Strophe I

 Masken laufen durch die Stadt,
so viele, dass sie keiner zählen kann.
Die einen schnell, manche langsam.
Sie sehen nur noch sich,
nehmen nichts mehr wahr.

Strophe II

Masken reden mit einander,
über alles und nichts.
Die einen viel, andere nur über sich.
Sie sehen nur noch sich,
nehmen nichts mehr wahr.

Strophe III

Masken sehen sich gegenseitig an,
sehen nur was sie sehen sollen (sehen alles anders)
Vieles bleibt verborgen, soll so sein!
Sie sehen nur noch sich,
nehmen nichts mehr wahr.

Strophe IV

Masken sind wie leere Gesichter,
siehst nicht hinein, siehst nichts.
Wo bist du – Mensch – wie du bist?
Sie sehen nur noch sich,
nehmen nichts mehr wahr.

Strophe V

Masken haben kein Gesicht,
(sie zeigen) kein Leben, keine Menschlichkeit.
Sind undurchdringbar, starr, unbeweglich.
Sie sehen nur noch sich,
nehmen nichts mehr wahr.

Refrain

Darf (kann) ich noch Mensch sein
oder muss ich eine Maske bleiben?
Darf ich noch ich bleiben
oder ständig wie die anderen (sein)?
Ich bin ich und du bist du!
Mensch, bleib doch mal Mensch!
Mensch lass los,
die sind gar nicht so wie sie tun.

TEXT: BURKHARD GLEBE 01.12.2012 ©

Friedhof der Vergangenheit

Friedhof der Vergangenheit

Strophe I

Du versuchst dich zu erinnern und erschrickst.
Versuchst Belege auszugraben,
Erinnerungen zu beseelen, Schätze zu heben
Verloren in den Tiefen deines Herzens
In der Wüste vom Winde verweht
Zerrissen in Fetzen und zerbrochen in Stücke
Aus deinem Herzen gestohlen oder (sauber) seziert
Ihnen ist nichts passiert. sei gewiss, es ist nichts verloren.
Erinnerungen werden wach
wo haben sie in der Zwischenzeit geschlafen?
Es fehlen Tage, sogar Jahre.
Erinnerungen verloren, Erinnerungen gefunden
Manches hast du festgehalten,
als Foto oder Video,
vielleicht auch auf CD gebrannt.
Für die Dia-Show der Erinnerungen
Erinnerung leichtgemacht!

Strophe II

Überall wo du hinsiehst, Dinge die dir am Herzen liegen
Erinnerungen hochgeladen
Aus manchen Bildern scheint die Sonne,
aus anderen scheint dein Herz
jedes Bild ein eigener Rhythmus
Jetzt schwimmen sie in deinen Augen,
Ruinen der verblassten Tage
Jedes Gefühl eine Erinnerung
Gefühl verbunden mit Erinnerung
Der Geschmack der alten Tage
Alles abgespeichert mit Wiederholungsgarantie.
die schönen Dinge und auch die verdreckten,
alt und verstaubt (wie trockene Gebeine)
Spielst die Wiederholungen des Lebens vor und zurück
Willst dein Leben einfrieren
behalten die guten Tage und Momente.
Rückkehr unmöglich!

Strophe III

Flucht in die Vergangenheit mit der Zeitmaschine
Kein Science-Fiction
Ein Memory-Spiel: Wie alles begann
Klebst fest wie ein Bild aus dem Album.
Manches hat sich schon gelöst.
Üble Episoden ermahnen,
machen dich traurig und wütend.
Manche haben dich verletzt, fast umgebracht,
gefangen und gefoltert.
Der Geruch klebt noch an den Sachen
Fetzen hängen noch am Zaun deiner Seele
Kalter Wind weht durch dein Herz.
Jeder Eindruck ein Abdruck.
Für immer geprägt, missachtet und verstoßen
Wolltest die Vergangenheit töten.
(Du) hast vergessen, dass du vergessen wolltest!
Beerdigung inklusive!

Refrain

Gehst du wieder zum Friedhof der Vergangenheit?
Willst dich in Erinnerungen verlieren?
Deine alte Heimat besuchen,
und Souvenirs aufpolieren?
Bist dein eigener Totengräber
der gesammelten Werke und Raritäten
Deine Memoiren schreiben,
eingemeißelt für die Ewigkeit?

Willst du die Vergangenheit etwa messen,
in Zentimeter und Gewicht?
Willst du die Erinnerung etwa festhalten,
in Sekunden oder Stunden?
Willst du die Vergangenheit etwa einteilen,
in gut oder schlecht?
Lebe nicht ständig in Wiederholungen des Lebens
und schau nicht über die Friedhofsmauer!
Heute ist Leben, heute ist dran!

Burkhard Glebe

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