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Der Aprilschreck

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Der Aprilschreck

Alle Jahre wieder- kommt der April! Ich weiß, es klingt mehr nach Weihnachten, aber so wie sich Weihnachten jedes Jahr wiederholt, tut es auch der April.
Das schlimme ist jedoch, dass man oft gar nicht daran denkt und somit in die fiesesten Fallen rutscht, so wie die Person in meiner Geschichte.
Carina ist ein junges Mädchen, sie ist gerade frische 17 Jahre alt und genießt ihr Teenagerleben mit Höhen und Tiefen.
Es gibt in ihrem Leben zwei Dinge, die sie stören.

  1. Ihre kleine Schwester Ellie.
  2. Dass sie ihren Schwarm Nico nicht für sich gewinnen kann.

Aber gut, jeder hat diese Phasen und man muss lernen, damit zu leben.
Es ist also der 01.04., der Wecker klingelt um sechs Uhr; Carina ist eigentlich eine notorische Langschläferin und hasst diese Wochentage, besonders, wenn ihre Mutter nur zwei Minuten nach dem Wecker den Kopf in die Türe hinein steckt und mit einem scharfen Ton „Steh endlich auf!“ sagt.
Doch an diesem Morgen tat sie das nicht.
Um 06.15 Uhr steht sie auf, immer noch ist nichts von ihrer Mutter zu sehen, auch ihre Schwester Ellie ist nicht zu hören, dabei streiten sie sich sonst jeden Morgen, wer von beiden als erste in das Bad darf.
Nachdem Carina sich für die Schule fertig gemacht hat, schaut sie in alle Zimmer, niemand ist da.
`Wo sind denn alle? `, so langsam macht sie sich Sorgen.
Sie macht sich schnell ein Frühstück, nimmt ihre Jacke und eilt zum Bus.
An der Haltestelle angekommen ist ebenfalls niemand zu sehen, ansonsten wimmelt es hier um diese Uhrzeit von Schülern, aber niemand, nur eine ältere Dame, die mit ihrem Hund Gassi geht, ist in der Ferne zu sehen.
Der Bus naht und hält genau vor Carina; sie steigt ein und ist überrascht: auch im Bus ist kein Schüler zu sehen.
So langsam wird sie unruhig und beschließt, ihre Mutter auf deren Handy anzurufen. Nach langem Klingeln geht nur die Mailbox an.
Nach zwanzig Minuten hält der Bus an der Haltestelle, an der Carina aussteigen muss; sie läuft den kleinen Schleichweg wie jeden Morgen und freut sich, gleich ihre beste Freundin Sarah zu sehen, denn sie wollte ihr von ihrem mysteriösen Morgen erzählen.
An der Schule angekommen wundert sie sich, dass es still ist- kein Lehrer, und auch kein Schüler ist weit und breit zu sehen.
Sie geht zu der großen Eingangstür und muss überrascht feststellen, dass diese verschlossen ist.
Sie setzt sich auf die kalten Steinstufen und wählt Sarah´s Nummer, doch das Handy ist ausgeschaltet.
`Ich stecke in einem Albtraum fest, aus dem ich nicht erwache. Wo sind denn alle? `, die Unruhe steigt, und sie weiß langsam nicht mehr was sie tun soll, also geht sie zurück zur Haltestelle und wartet auf den Bus, der sie wieder nach Hause bringen soll.
An ihrer Haustür angekommen, sucht sie den Schlüssel; beim aufschließen der Türe, hofft sie inständig, dass ihre Mutter und ihre Schwester daheim wären und ihr erklären könnten, was los sei.
„Hallo? Ist jemand zu Hause?“, keine Antwort dringt zu ihr.
`Nun gut`, denkt sie sich `dann gehe ich jetzt ins Wohnzimmer und schaue TV, irgendwann müssen sie ja nach Hause kommen, sie können schließlich nicht spurlos verschwunden sein.
Als sie die Wohnzimmertüre öffnet kommt ihr ein lautes „April, April“, entgegen und sie sieht ihre Mutter, Ellie, Sarah und noch ein paar ihrer Freunde im Wohnzimmer stehen, die sich krumm und schief lachen.
„Was soll das denn? Wieso seid ihr alle hier?“, Carina ist sauer, sie fühlt sich veräppelt.
„Es ist Sonntag du Dummerchen“, ihre Mutter streichelt ihr liebevoll über ihr Haar.
„Du sagtest noch gestern, dass du deinen Wecker stellst und ich dich nicht wecken bräuchte, da du schließlich kein Kleinkind mehr wärst, daran habe ich mich heute Morgen gehalten. Ellie und ich haben uns im Keller versteckt und gewartet, dass du weg bist, dann haben wir Sarah und ein paar deiner Freunde eingeweiht und sie kamen vorbei.“, Carina musste lachen.
„Und ich dachte schon, ihr wäret alle verschwunden!“, sie spürte Erleichterung in sich aufsteigen.
„Vielleicht sollte ich dich in Zukunft doch wieder wecken?“, ihre Mutter grinste sie an. Carina nickte nur.
„Wir freuten uns so sehr, dass auch heute noch der erste April ist, da macht es doch doppelt Spaß jemanden zu ärgern.“, Carina schaute sich im Raum um und fing an zu lachen. „Na wartet, das bekommt ihr nächstes Jahr zurück!“                                                                                                 D.B.

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