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Geocaching

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Geocaching- Die Schnitzeljagd für Erwachsene ( und auch Kinder )

Seit drei Monaten bin ich aktive Geocacherin (kurz: Cacher).3
Vor vier Jahren versuchte eine gute Freundin mich schon einmal dazu zu bringen,  aber ich fand es damals echt furchtbar.
Wie kann man mit einem Handy durch die Gegend laufen und irgendwelche Dosen suchen?!
Für diejenigen, die nicht wissen, was Geocaching ist, hier eine kleine Erklärung.

  • Geocaching ist eine Schnitzeljagd für Erwachsene
  • Man sucht mittels Koordinaten einen Ort auf, an dem jemand eine Dose versteckt hat
  • Man trägt sich in das sogenannte Logbuch und loggt seinen Besuch danach auf der Geocaching. com Seite

Das sind die grundlegendsten Regeln des Cachens, natürlich gibt es auch noch mehr.
Menschen, die zum Beispiel keine Geocacher sind, heißen Muggels.
Für mich ist Cachen immer eine gute Gelegenheit heraus zu gehen und mich zu bewegen.
Die Suche macht Spaß und hat man letztendlich eine Dose gefunden, freut man sich wie ein kleines Kind an Weihnachten.
Natürlich gibt es auch Tage, an denen man mal nichts findet, man ist wahnsinnig enttäuscht und versucht sein Glück am nächsten Tag sofort wieder.
Ich habe jetzt auch meine ersten eigenen Dosen versteckt und war super stolz, als ich die ersten positiven Resonanzen bekam.

Bei einem Cache gibt es verschiedene Wertungen. Zum Beispiel die Schwierigkeitswertung, sie geht von 1; 1,5; -5. Die Schwierigkeit kann man selbst festlegen, es gibt Kriterien, wie man sie richtig einstufen kann. Die Stufe 1( D1)  ist zum Beispiel, wenn man einen Cache schnell findet oder den Behälter leicht öffnen kann.
Stufe 5 (D5) ist, wenn der Cache schwer zu finden ist, ein Mystery Rätsel sehr schwer zu lösen ist oder ein Cachebehälter schwer zu öffnen ist.4

Dann gibt es noch die Geländewertung; auch hier geht die Einstufung von 1-5, immer in 0,5 Schritten.
Geländewertung 1 (T1) ist die einfachste. Bei dieser Wertung ist der Cache für jedermann zugänglich, zum Beispiel auch für Rollstuhlfahrer oder Kinder. Die Caches liegen meist nah einer Straße oder einem Weg, wo die asphaltierten Wege nicht verlassen werden müssen.
Die Geländewertung 5 (T5) ist die schwierigste Wertung und ich bin ganz ehrlich, ich traue mich da noch nicht dran.
Bei dieser Wertung ist meistens Klettern angesagt. Oft braucht man für T5 Caches eine Kletterausrüstung, weil man anders nicht an den Cache gelangen kann. Ob Bäume, Laternenmäste, Brücken…man glaubt gar nicht, was sich manche Menschen einfallen lassen.
Alles was zwischen T1-T5 liegt, kann auch schon schwierig sein, nur bei T5 ist die Gefährlichkeit am 5höchsten und oft liest man in den Beschreibungen, dass man solche nur machen soll, wenn man es sich selbst wirklich zutraut.

Natürlich müssen die Logbücher in einem wasserdichten Behälter versteckt werden, auch da gibt es unterschiedliche.
Die Größen der Behälter sind folgende:

  • Nano (winziger Behälter, Durchmesser meist unter 1 cm, der lediglich einen kleinen Zettel als Logbuch enthält)
  • Micro (sehr kleine Behälter, die häufig nur einen Zettel und Stift enthalten, oft Filmdosen)
  • Petling (Rohling einer PET-Flasche)
  • Small (Kleine Behälter, die neben einem Logbuch noch Platz für kleinere Gegenstände bieten)
  • Regular (Geocache mittlerer Größe, der Platz für mehrere Trackables oder Tauschgegenstände bietet. Behälter dieser Größe können von einem bis zu mehreren Litern Inhalt fassen)
  • Large (große Behälter, die ein Maximum an Platz bieten und somit außergewöhnliche Tauschobjekte fassen können)

Ihr seht, dass es eine Menge an Möglichkeiten gibt, einen Cache zu verstecken. Es macht wirklich unheimlich viel Spaß, wobei ich sagen muss, dass ich persönlich Nanos hasse.
Man findet sie nur sehr schwer, oft sind sie auch magnetisch und unter irgendwelche Metallzäune gehangen, ich habe schon mal eine Stunde nach so einem kleinen Teil gesucht. Dazu sei gesagt, dass ich nicht der geduldigste Mensch bin. J

Was man natürlich als Cacher auch wissen sollte, welche Arten von Caches es gibt.

  • Traditionelle Geocaches (die Position des Verstecks wird direkt angegeben)
  • Multi-Caches (mehrstufige Caches, bei denen man mehrere Orte mit Hinweisen auf den nächsten Ort oder das eigentliche Versteck aufsuchen muss)
  • Mystery-Caches (im Vorfeld muss recherchiert und geknobelt werden)
  • Virtuelle Caches (weder ein Behälter noch ein Logbuch ist vorhanden)
  • Earth Cache ( meist mit Fotolog, als Beweis, dass man vor Ort war)
  • Wherigo Caches (bei Annäherung an einzelne Orte kann man bestimmte Bilder oder Texte mit Aufgaben anzeigen oder Sounds abspielen; der Anwender kann selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge er einzelne Stationen besucht)
  • Event Cache (eine Veranstaltung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt beginnt, und repräsentiert den sozialen Aspekt beim Geocaching; ein Treffen von Geocachern, die sich über das gemeinsame Hobby austauschen)
  • Nacht Cache (in der Regel als Multi-Cache oder (Multi-)Rätsel-Cache ausgelegt; nur bei Dunkelheit auffindbar. Die Stationen bzw. das Final haben Reflektoren, blinkende LEDs, akustische Signalgeber, Lichtschranken, Wecker oder andere technische Spielereien. Manche Nachtcaches erfordern spezielle Geräte wie beispielsweise ein Nachtsichtgerät, Metalldetektoren, Funkgeräte oder eine UV-Leuchte, um die Hinweise zu finden)

Ich liebe zum Beispiel den Nacht Cache. Diese Art von Cache ist wirklich aufregend und manchmal auch sehr schwierig. Ich kann jedem empfehlen, der Lust hat, in das Thema Geocaching herein zu schnuppern, einen Nacht Cache zu machen.

Neben dem Cache gibt es die Trackables (kurz: TB). Trackables haben meistens eine Mission, sie wollen an einen bestimmten Ort reisen, ein bestimmtes Land besuchen oder oder oder…
Sie werden von Geocachern aus den Cachebehältern mitgenommen und irgendwann wieder abgelegt, damit der nächste Cacher ihn mitnehmen kann und den TB so seinem Ziel etwas näher bringen kann.
Jeder TB ist durch eine Ziffer- oder Zahlenfolge identifizierbar und wird online registriert, damit man immer nachvollziehen kann, wem der TB gehört und was für eine Mission er hat.
Unterscheiden tun sich TBs im Folgenden.
Es gibt die Travel- Bugs, die in Form einer Hundemarke sind. An diese Anhänger kann man Gegenstände hängen und sie auf Reisen schicken, wie ich oben bereits erläutert habe.
Mittlerweile gibt es auch Aufkleber, die man an sein Auto kleben kann, oder Bilder, die man sich auf Klamotten etc. nähen kann.6
Man kann einen TB auch nur discovern, d.h. man nimmt ihn nicht mit, ist ja auch schwer, wenn er als Aufkleber an einem Auto klebt.
Discovern bedeutet so viel wie, dass man ihn gesehen hat.
Dann gibt es noch die zweite Art von TBs, nämlich die Geocoins. Geocoins sind eine Art Mediallen in unterschiedlichen Größen und Arten.
Leider werden Geocoins nicht mehr viel auf Reisen verschickt, weil sie häufig von anderen Cachern mitgenommen wurden und nie wieder auftauchten.
Anhand der Karte, die man in seinem Profil nachverfolgen kann, kann man so sehen, wo der TB schon überall war und wie viel Kilometer er schon hinter sich hat.

Geocacher haben ihren eigenen Jargon, hier die bekanntesten Worte.

  • Besserverstecker (ein Geocacher, der den Behälter an einem anderen, vermeintlich „besseren“ Ort platziert oder umfangreicher tarnt als ursprünglich vom Owner vorgesehen)
  • Cacherautobahn ( deutlich sichtbare Trampelpfade , die den Weg zum Cachefinal zeigen, meistens unbeabsichtigt)
  • CITO ((Cache in Trash out)- Initiative, um die Natur von Müll etc. zu befreien)
  • Owner ( der Besitzer eines Caches; man hat den Cache gelegt)
  • DFDC ( „Danke für den Cache“, wird als Logeintrag geschrieben, um dem Owner des Caches zu danken, dass er diesen Cache gelegt hat)
  • TFTC ( engl. Variante von DFDC)
  • DNF ( „Do not find“, bedeutet, dass man einen Cache nicht gefunden hat, dies wird auch in einem Logeintrag vermerkt )
  • FTF ( „ First to find“, der erste Finder eines neu veröffentlichten Geocaches )
  • STF ( „Second to find“)
  • TTF ( „Third to find“ )
  • Hint („Hinweis“, weist darauf hin, wo der Cache liegen kann, was für eine Tarnung er hat etc. )
  • Muggel (Nicht Geocacher)
  • Powertrail ( Menge an dicht beieinander liegenden Geocaches)
  • Sissicacher ( Cacher, die sich ungern schmutzig machen)
  • Spoiler ( ein Foto oder ein Hinweis, der das direkt Final eines Caches verrät)
  • Trauma- Cache ( ein Cache, den man trotz mehrfachem Suchen, nicht finden kann)

Das sind die grundlegendsten Worte, die ein Cacher tagtäglich benutzt.

Ich kann jedem empfehlen, der sich langweilt und sich selbst fragt, was er in seiner Freizeit machen könnte, dieses Hobby einfach einmal auszuprobieren.
Es gibt diverse Foren, in denen man Leute „treffen“ kann, sich austauschen kann oder auch Termine vereinbaren, an denen man sich trifft und zusammen cachen geht.
Also, falls ihr Leute seht, die mit ihrem Handy in der Hand durch die Gegend laufen, manchmal auch zickzack laufen und immer einen Kugelschreiber dabei haben- dann sind es Geocacher.
Für alle, die dieses Hobby mal ausprobieren wollen- ich wünsche euch viel Spaß und Happy Hunting.

D.B.

Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Geocaching

Bildquelle: eigene Bilder ( selbst gemachte )

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